Für eine solidarische Stadtgemeinschaft

Wir nehmen aktiv Kontakt zu Hausverwaltungen, Eigentümergemeinschaften Wohnungsbaugenossenschaften und Gemeinschaftswohnprojekten in Berlin und Brandenburg auf. Wir wollen ihre Bereitschaft fördern, an Geflüchtete zu vermieten und auf diese Weise Wohnraum für unsere Klient*innen erschließen.

Projekte, die für ihre Neubauvorhaben die Inklusion benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu ihrem expliziten Anliegen gemacht haben, können sich gerne an XENION wenden. Schon im Planungsprozess können wir die besonderen Bedarfe Geflüchteter mit einbringen und gemeinsam die strukturellen und finanziellen Möglichkeiten ausloten.

Durch die Einbindung von Geflüchteten in den Entstehungsprozess der Wohnquartiere können sie aktiv das zukünftige Zusammenleben mitgestalten. Die Nachbarschaft lernt sich so bereits vor Bezug der Wohnungen kennen, knüpft Freundschaften und überwindet im Vorfeld Unsicherheiten und Vorbehalte im Umgang miteinander. Nach dem Verlust sozialer Kontakte und familiärer Bindungen im Herkunftsland werden in diesen gemeinschaftlichen Wohnprojekten neue soziale Netze aufgebaut.

„Wohnkunst in Biesenthal“ eG

Die Genossenschaft „Wohnkunst in Biesenthal eG – kurz Wokubi – hat gemeinsam mit der Stiftung trias in der Stadt Biesenthal ein Grundstück für ein gemeinschaftliches Neubauprojekt erworben. Die Gruppe von derzeit 40 Erwachsenen und 11 Kindern möchte ein generationengemischtes, barrierefreies, sozial-ökologisches und respektvoll-sensibles Wohnumfeld schaffen, ein Zuhause für Menschen unabhängig von Geschlechteridentitäten, sexueller Orientierung, Herkunft, Bildung und Religionszugehörigkeit.

Im Sommer 2020 hat die Genossenschaft Wokubi Kontakt zu XENION aufgenommen, weil sie in ihrem Projekt gerne eine Wohnung für Geflüchtete zur Verfügung stellen wollen. Gemeinsam wurden die strukturellen und finanziellen Vorgaben im Landkreis Barnim in Brandenburg recherchiert und in die Planung einbezogen. Das Nutzungsentgeld für diese Wohnung wird reduziert und von Wokubi solidarisch mitfinanziert. Auch die Genossenschaftsanteile für die Mitgliedschaft werden so angepasst, dass sie für die Familie tragbar sind.

Der für die Wohnung benötigte Genossenschaftsanteil von 890 Euro pro Quadratmeter wird gemeinsam über das Sondervermögen ANKOMMEN UND BLEIBEN der Stiftung trias oder durch solidarische Genossenschaftseinlagen eingeworben.

Hier finden Sie das Portfolio der Wokubi

Kumi*13 e.V.

Der Hausverein Kumi*13 e.V. hat das Gebäude in der Kurmärkischen Straße 13 in Berlin-Schöneberg gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat erworben. Im Verein sind aktuell 17 Erwachsene und 10 Kinder organisiert – eine Gruppe aus Alt-Mieter*innen und zukünftigen Bewohner*innen. Sie haben im April 2021 Kontakt zu XENION aufgenommen, weil sie in ihrem Projekt auch Wohnungen für Geflüchtete realisieren möchten. In dem großbürgerlichen Haus in der Mitte der Stadt mit seinen Gewerberäumen, Höfen und einer großen Halle wird mindestens einer geflüchteten Familie mit Kindern eine großflächige Wohnung zur Verfügung gestellt. Die Kumi*13 als selbstverwaltetes Hausprojekt möchte ein für den Kiez zugänglicher Ort werden und mit den Mitteln der Kunst soziale und gesellschaftliche Praxis neu leben. Mehr dazu im Flyer der Kumi*13.

Die Miete wird sozialverträglich gestaltet werden. Die für den Ausbau der Wohnung benötigten Kosten werden gemeinsam mit XENION über das Sondervermögen der Stiftung trias oder über direkte solidarische Geldeinlagen für Wohnungen für Geflüchtete finanziert. Der Bezug der Wohnung ist für Sommer 2023 geplant. Spätestens im Sommer 2022 sollen die zukünftigen Bewohner*innen von XENION vermittelt und in den Umgestaltungsprozess mit einbezogen werden.

 

Team

  • Bea Fünfrocken

    AG Wohnen