In Berlin leben ca. 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Minderjährige, die von Flucht und Vertreibung betroffen sind und sich in einer für sie völlig fremden Umgebung, Kultur und Sprache zurechtfinden müssen, brauchen einen Menschen, der sich in besonderem Maße um sie kümmert. Sie brauchen einen Menschen, zu dem sie Vertrauen haben können, der sie annimmt, der sie während ihres Aufenthaltes in Berlin begleitet, unterstützt und der achtet auf:
Mary (16) hat mit Hilfe einer kirchlichen Organisation unter dramatischen Umständen ihr Herkunftsland Sierra Leone verlassen, um den Soldaten der Rebellenarmee nicht länger als Sexsklavin dienen zu müssen. Nach einer dreimonatigen Odyssee kam sie in Berlin an. Ihr Asylantrag wurde abgelehnt und sie erhielt ein Duldung, da eine Abschiebung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist.
Mit unserer Hilfe hat Mary einen ehrenamtlichen Vormund gefunden.
Frau L. hat vor 2 Jahren die Vormundschaft für sie übernommen. Sie hat ihr geholfen, das Asylverfahren zu verstehen und ihr einen Anwalt besorgt. Mehrmals im Monat besucht sie Mary in ihrer Jugend-WG. Die beiden reden dann viel über die Situation in Sierra Leone und das Leben in Deutschland. Mary macht gerade ihren Schulabschluss und möchte eine Lehre beginnen. Frau L. wird sie dabei unterstützen.
AKINDA - Netzwerk Einzelvormundschaften Berlin
c/o XENION e.V.
Paulsenstr. 55-56
12163 Berlin
Tel.: 030 - 327 09 340
Ihre Ansprechpartner sind: Andreas Meißner, Claudia Schippel